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Reise
zum Horizont möchte ein emotionaler und ein ehrlicher
Film sein. Die Kamera bewegt sich immer dicht an den Menschen.
Zugunsten von Nähe und Intimität verzichtet sie auf
Hochglanz und allzu aufwendige Technik. Unplanbare Ereignisse
und spontane persönliche Empfindungen zwingen zu einem
kleinen Team und oft zur Handkamera.
Schon während der Recherche hatten wir eine Sony-HDV-Kamera dabei. Dies
gab uns zum einen die Möglichkeit, vor allem Dörte an die Kamera zu
gewöhnen, zum anderen einige unwiederbringliche Situationen und großartigen
Eindrücke für unseren Film später verwenden zu können.
Aus Budgetgründen werden wir auf den Einsatz von Celluloid verzichten müssen.
Um dennoch eine Bildästhetik zu finden, die dem sinnlichen Thema und den
großartigen Kulissen gerecht wird, verwenden wir weiter HD-Video, aber
nun in Kombination mit der P&S-Technik.

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Hier
wird das Bild mit normalen Cine-Optiken auf eine Mattscheibe projiziert,
von der dann die Video-Kamera ”abfilmt“. Diese
vergleichsweise kostengünstige Kameratechnik erlaubt den vollen
optischen Gestaltungsspielraum der 35mm Kameras, sie erreicht einen
erstaunlich guten ”Film-Look“ und
ermöglicht zudem eine spätere hochaufgelöste Ausbelichtung auf
Film. Eine besondere Herausforderung ist es, das Erlebnis Fliegen selbst filmisch
adäquat umzusetzen. Die subjektive Perspektive aus dem Gleitschirm ist emotional
leer, eine dichte ”objektive“ Einstellung in brauchbarer optischer
Qualität fast unmöglich. Wir werden dennoch versuchen, mit dem Tandemgleitschirm
oder im Ausnahmefall mit dem Helikopter möglichst unmittelbar mit zu fliegen.
Dabei lässt die Kamera dem Zuschauer Raum und Zeit den Horizont zu spüren
und vielleicht darüber hinaus zu schauen, ohne nach der wildesten und ungewöhnlichsten
Einstellung zu haschen.
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